Tomatenanzucht und Pflege

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Tomaten sind in Anzucht und Pflege relativ anspruchslos. Beachtet man einige wenige Grundlagen, so steht der eigenen Ernte vieler leckerer Tomatenfrüchte nichts im Wege.

Wir zeigen, wie wir dieses Ziel erreichen.

Anzuchterde

Grundsätzlich ist die Verwendung von Anzuchterde nicht nötig. Das Saatgut keimt auch in jeder anderen Erde.

Tipps und Tricks zur Anzucht von Tomaten im eigenen Garten.
Tomatenaussaat 2019

Allerdings fördert die Verwendung spezieller Anzuchterde von Beginn an ein kräftiges Wurzelwachstum. Das nährstoffarme Substrat zwingt die keimenden Samen, ihre feinen Wurzeln in Richtung knappes Futter zu strecken. Die lockere Konsistenz der Anzuchterde wiederum erleichtert den keimenden Saatkörnchen dieses kräfteraubende  Wurzelwachstum.

So entwickeln bereits Keimlinge in magerer Anzuchterde ordentliche Wurzeln. Nach dem Pikieren in nährstoffreiche Erde, was auch unbedingt notwendig ist, können die Keimlinge durchstarten und schnell zu kräftigen Jungpflanzen heranwachsen.

Der Handel bietet für wenig Geld ökologisch sinnvolle, torffreie Anzuchterden, welchen Kompost oder Kokosfasern beigemischt sind.

Alternativ kann Anzuchterde selbst hergestellt werden.  Dazu mischt man einige Jahre gelagerte Komposterde oder Erde von Maulwurfshügeln mit Sand. Um sich keine Insektenplage ins Haus zu holen, sollte diese Art von Anzuchterde gedämpft werden.

Der richtige Zeitpunkt

Tomaten sollten erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden. Dann ist die Gefahr von Nachtfrösten, die unsere Jungpflanzen dahinraffen könnten, relativ gering.

Wer in sehr milden Regionen wohnt oder ein Gewächshaus besitzt, kann eventuell etwas früher auspflanzen. Für diejenigen, die mit kalten Klimabedingungen zu kämpfen haben, mag selbst die Kalte Sophie als Stichpunkt zu früh gewählt sein.

Jedoch keimen und wachsen Tomaten schnell. Sechs bis acht Wochen vor der geplanten Auspflanzung ist ein guter Zeitpunkt, um mit der Aussaat zu beginnen.

Die Aussaat

Tomatenanzucht und Pflege: Passendes Zubehör ist eine lohnende Investition.
Vorbereitungen zur Aussaat

Die Aussaat erfolgt ab Mitte März im Haus bei einer Temperatur von 20 bis 25 Grad.

Die besten Ergebnisse erzielt man mit kleinen Zimmergewächshäusern. Für Gartenfans, die jährlich Pflanzen anziehen, lohnt sich solch Investition in stabiles und langlebiges Zubehör. Die Böden dieser Häuschen dienen hauptsächlich als Aussaatschalen, lassen sich jedoch auch anderweitig verwenden. Die transparenten Deckel sind mit Lüftungsöffnungen versehen und erlauben eine komfortable Regulierung von Temperatur und Luftaustausch im Gewächshaus.

Tomatenanzucht und Pflege: Minigewächshäuser sorgen für die zur Keimung notwendigen Temperaturen
Zimmergewächshaus

Wer kein Minigewächshaus hat und sich auch keines kaufen möchte, verwendet eine Schale und spannt nach dem Auslegen der Saatgutkörnchen eine Folie darüber. Das ist umständlicher in der Handhabung, funktioniert aber ebenso gut.

Für die Aussaat befüllt man zunächst die Aussaatschalen mit der Anzuchterde. Anschließend verteilt man die Saatgutkörnchen auf der Erde, sprüht mit Wasser gut an und bedeckt die Samen mit etwa 0,5 cm Erde.

Tomatenanzucht und Pflege: Tipps und Tricks zur Aussaat
Die Aussaat

Wir drücken anschließend die oberste Schicht Erde mit Hilfe eines Glases nochmals gut fest. Das hat den Vorteil, dass die Samenhülle deutlich mehr Widerstand erfährt und sich zuverlässiger abstreift. Mit dieser Methode ist die Anzahl der „Helmträger“ minimal.

Jetzt kann die Anzuchtschale nochmals etwas angegossen werden. Deckel oder Folie darüber, ins Warme stellen und warten.

Einmal täglich sollte die Haube kurz abgenommen werden, damit Luft in die Kultur kommt.

Eine Keimdauer von zehn Tagen ist normal. Meistens keimt Tomatensaat aber bereits nach vier oder fünf Tagen.

Tipps zur Aussaat

Ordnung ist das halbe leben
Tomatenanzucht und Pflege: Je mehr Sorten, desto wichtiger eine gute Dokumentation
Wichtig: Saaten ordentlich beschriften

Reife Tomatenfrüchte sind sehr vielfältig. Die Jungpflanzen sind es nicht, die sehen alle gleich aus! Deshalb sollte unbedingt darauf geachtet werden, bei der Aussaat ordentlich zu markieren oder zu dokumentieren.

Hierfür eignen sich Stecketiketten besonders gut. Bei der Beschriftung ist darauf zu achten, dass die Stiftfarbe wasserfest und UV-beständig ist. Am besten funktioniert ein schlichter Bleistift.

Mundspatel aus Holz als Alternative zu teuren Holzpflanzetiketten
Mundspatel aus Holz

Wer eine Alternative zu den üblichen Stecketiketten aus Kunststoff sucht, sollte sich für Eisstiele oder Mundspatel aus Holz in einer Länge von 15 cm interessieren. Diese gibt es in Einheiten zu 100 oder 1.000 Stück. Sie sind ordentlich und splitterfrei verarbeitet, kompostierbar und zumindest in der Großpackung preislich auf einem Niveau mit den  Plastikteilen aus der Baumarktfachabteilung. Eine Produktempfehlung ist unter dem Artikel verlinkt.

Pro Sorte ein Töpfchen

Sollen in der Saison verschiedene Tomaten wachsen, empfiehlt es sich, die einzelnen Sorten in separate Gefäße zu säen. Dafür eigenen sich handelsübliche Anzuchttöpfchen aus Kunststoff oder Ton oder auch kleine Jogurtbecher.

Einzelne Pflanzgefäße bieten den großen Vorteil, dass die jeweilige Sorte nach der Keimung aus dem Minigewächshaus genommen werden kann. Ab diesem Zeitpunkt sollten die Pflanzen nämlich hell, jedoch deutlich kühler als die bisherige Keimtemperatur stehen, um ein Vergeilen zu vermeiden.

Quelltabs sind unpraktisch

Abraten würden wir von diesen Quelltabs oder Presstorftöpfen.

Gerade die Quelltabs sind durch die umspannende, netzartige Hülle umständlich in der Handhabung. Es ist ein nerviges Gefriemel, in dieser relativ kleine Aussparung zwei oder drei Samenkörnchen zu verteilen und mit Erde zu bedecken. Auch haben wir die Erfahrung gemacht, dass die feinen Wurzeln dieses Material, das ja mit in die nächste Topfgröße gepflanzt wird, nicht durchdringen können. Die Jungpflanzen kümmern mehr vor sich hin, anstatt ordentlich zu wachsen. Einzige Alternative ist wohl, das Netz vor dem Umtopfen zu entfernen. Viel Spaß dabei.

Ähnliches gilt für diese Presstorftöpfe, die sich – wenn überhaupt – so spät zersetzen, dass die kleinen Pflänzchen schon lange unerwünschte Ringwurzeln gebildet haben. Ein Durchwachsen der Wurzeln haben wir noch nicht erlebt.

Körnchen abzählen

Gesunde Tomatensaat hat eine sehr hohe Keimquote, sodass die Körnchen abgezählt werden können. Es ist ausreichend, ein, zwei Samen mehr als die gewünschte Anzahl an Endpflanzen zu säen. Das restliche Saatgut kann für eine andere Saison zurückgelegt werden. Die Keimfähigkeit bleibt bis zu zehn Jahre erhalten.

Ein Bad vor dem Abtauchen

Manche Tomatenfreunde schwören darauf, die Tomatensamen vor der Aussaat in lauwarmen Kamillentee zu baden. Dies erhöht die Keimfähigkeit, sorgt für widerstandsfähige Keimlinge und weicht die Hülle auf, sodass die Samen schneller keimen und die Hülle leicht abstreifen können. Für unsere Mengen an verschiedenen Sorten ist solch ein Kräuterbad nicht praktikabel. Bei weniger Sorten mag es Sinn ergeben.

Licht, Licht und Licht

Ein Tomatenpflänzchen auf den Weg ins Leben
Es keimt

Wie schon erwähnt keimen Tomaten sehr schnell. Meist zeigen sich ab den vierten Tag nach Aussaat kleine Erhebungen in der Anzuchterde, die eine neue Tomatenpflanze verkünden.

Bereits in diesem frühen Stadium können bei einer Aussaat in einzelnen Töpfchen diese aus dem Gewächshaus herausgenommen und hell, aber deutlich kühler gestellt werden. 15 bis 18 Grad Raumtemperatur sind nunmehr ideal, damit kompakte, kräftige Pflanzen heranwachsen können.

Je wärmer die Umgebungstemperatur, desto mehr Licht benötigen die jungen Pflanzen. Ist warm, aber zu dunkel, so wachsen die jungen Pflanzen sehr stark zum Licht. Sie bilden lange, schwache Triebe, sie vergeilen.

Bei zu früher Aussaat können passende Lichtverhältnisse eigentlich nur mittels künstlicher Beleuchtung geschaffen werden.

Bei der hier empfohlenen Aussaat ab Mitte März hingegen sind die Tage bereits deutlich länger. Der April beschert manch schöne Frühlingstage, an welchen die jungen Pflanzen stundenweise ins Freie können. Dort ist das wichtige Zusammenspiel zwischen Licht und Temperatur ideal. Die Pflanzen zeigen dies durch eine gesunde, grüne Farbe. Bitte jedoch unbedingt unsere Ausführungen unter dem Stichpunkt Abhärtung beachten!

Das Pikieren

Livingston's Golden Queen
Pikierte Golden Queen

Das ersterscheinende Blattpaar bezeichnet man als Keimblätter. Dann folgen die  Tomatenblätter.

Sobald sich das erste richtige Blattpaar entwickelt hat, können die jungen Pflanzen pikiert werden. Pikieren bedeutet nichts anderes, als jede Pflanze in einen eigenen Topf mit nährstoffreicher Erde umzutopfen.

Im Handel gibt es spezielle Tomaten- und Gemüseerden zu kaufen. Ebenso kann günstigere Gartenerde oder Komposterde vom Wertstoffhof verwendet werden. Von zu billigen Erden raten wir ab, da diese sehr grobes Material, Abfall und Eier von Trauermücken enthalten.

Beim Pikieren werden die kleinen Pflanzen vorsichtig aus dem bisherigen Substrat herausgehoben und in mit frischer Erde gefüllte Töpfe gesetzt. Dabei können die Pflanzen bis zu den Keimblättern tief in die frische Erde gegeben werden. Am eingegrabenen Stiel treiben zusätzliche Wurzeln aus, sodass sich ein sehr komplexes Wurzelwerk bilden kann.

Die pikierten Pflanzen sollten ebenfalls hell und kühl stehen, damit sie weiterhin kräftig und kompakt wachsen können.

Die Pflanzen sollen feucht, jedoch nicht nass gehalten und stets von unten gegossen werden. So gewöhnen sich die kleinen Tomaten früh daran, ihre Wurzeln nach unten in Richtung Wasser und Nährstoffe zu schicken und sich selbst zu versorgen. Außerdem bleibt im Topf die oberste Erdschicht trocken. Ist diese ständig  feucht, siedeln sich hier garantiert Trauermücken an.

Das Abhärten der Jungpflanzen

Bei warmen, möglichst windstillen Frühlingswetter können die Jungpflanzen tagsüber ins Freie gestellt werden, um diese abzuhärten. In den ersten Tagen ist direkte Sonneneinstrahlung unbedingt zu vermeiden, da sich die jungen Blätter zunächst an die UV-Strahlung gewöhnen müssen.

Es ist jedes Jahr schön anzuschauen, wie toll sich die Pflanzen an der frischen Luft entwickeln.

Leichte Luftbewegungen führen bei den jungen Tomaten zu Mikroverletzungen am Stamm, was diesen kräftig und stabil wachsen lässt. Je früher die Pflanzen an das Freiland gewöhnt werden, desto gedrungener werden sie, desto stabiler stehen sie, desto später müssen sie gestützt werden. Das satte Grün der Blätter ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Pflanzen raus wollen und keine Stubenhocker sind.

Vorsicht ist jedoch bei zu windigem und zu kühlem Wetter geboten. Temperaturen unter acht Grad Celsius führen zu Kälteschäden, erkennbar an der violetten Verfärbung des Blattwerkes, von denen sich die Pflanzen nur schwer erholen.

Und dass auch kleine Tomaten nicht gerne im Regen stehen, muss nicht extra erwähnt werden.

Das Auspflanzen

Anfang Mai wird das viele Grünzeug im Haus mehr als lästig. Gerade die Tomaten sind unhandlich groß geworden und bräuchten eigentlich nochmals neue Schuhe. Man sieht, sie leiden in den nun zu kleinen Töpfen, aber nochmals umtopfen, wenn sie bald ins Freiland sollen? Es ist jedes Jahr das gleiche: Wir Hobbygärtner sind schneller mit den Tomaten fertig als die Eisheiligen mit ihren Nachtfrösten.

Zwischenzeitlich sind die Beete vorbereitet und mit Kompost versorgt.

Irgendwann hatte die Kalte Sophie auch ihre Nacht und die Tomaten kommen raus.

Bei Anbau in Kübeln sollte auf eine ausreichende Größe geachtet werden. 15 bis 20 Liter, das entspricht etwa diesen Maurereimern, dürfen es für Tomaten durchaus sein.

Wir mischen alte Erde mit frischem Kompost im Verhältnis 2:1 und geben etwas Perlit dazu. Perlit hält die Erde luftig und locker und speichert Wasser.

Spätere Düngungen begrenzen sich auf die Gabe von Beinwelljauche, die dem Gießwasser im Verhältnis 10:1 beigegeben wird.

Kunstdünger verwenden wir gar nicht.

Im Freiland kommen die Tomaten ohne großes Drumherum in die Gartenerde. Wir pflanzen die Tomaten relativ eng in einem Abstand von 50 bis 60 cm.

Sind die Pflanzen während der Anzucht etwas zu lang geworden, so werden sie einfach tiefer oder schräg in die Erde gesetzt.

Die Freilandtomaten werden im Laufe der Saison sparsam gegossen und nicht mehr gedüngt, da unser Boden nachweislich luxusversorgt ist.

Die Pflege der Tomaten

Viel Sonne, feuchte Füße und bitte kein nasses Haupt

Tomaten lieben ein vollsonniges Plätzchen.

Leider sind sie anfällig für die Braun- und Krautfäule, die oftmals während längeren Regenphasen oder spätestens im zeitigen Herbst, wenn der Taupunkt sinkt und die Luft feucht wird, auftritt.

Tomatenanzucht und Pflege: Freilandtomaten benötigen einen Regenschutz
Einfache Überdachung

Um ein vorzeitiges Erkranken an Braun- und Krautfäule zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, die Blätter der Pflanzen trocken zu halten. Die Tomaten sollten daher nur direkt über der Erde gegossen werden. Sehr hilfreich ist eine regengeschützte Standortwahl oder aber eine Überdachung der Pflanzen.

Die Braun- und Krautfäule ist eine Pilzerkrankung, deren Sporen in der Erde lauern. Unterpflanzungen oder Mulchschichten helfen, die Pilzsporen in der Erde zu halten. Gerade bei Regengüssen, aber auch beim Gießen können ohne Schutz Sporen zu den Blättern hochgeschleudert werden.

Es hat sich bewährt, die Tomaten luftig zu halten, damit Feuchtigkeit auf der Pflanze gut abtrocknen kann. Dies erreicht man, indem man beim Ausgeizen der Pflanzen zusätzlich das Blatt direkt unter der Blüte entfernt.

Ausgeizen

Tomaten sind sehr wuchsfreudig und entwickeln viele Nebentriebe, die wiederum Blütenrispen und Früchte bilden. Meist ist von Vorteil, diese Nebentriebe zu entfernen und die Pflanzen je nach Sorte und dem zur Verfügung stehenden Platz auf ein oder einige wenige Triebe zu begrenzen. Aber nicht immer!

Wer sich unsicher ist, ob beziehungsweise wie er seine Tomaten ausgeizen soll, findet Hinweise auf der Rückseite der Samentütchen. Dort stehen für gewöhnlich Angaben wie „regelmäßig auf einen Haupttrieb ausgeizen“ oder „kann mehrtriebig gezogen werden“.

Natürlich macht es Sinn, sich diese Hinweise zu notieren und auch zu beherzigen. Manch einer wundert sich über den miesen Ertrag seiner Tomatenpflanzen, hat jedoch vorher den Stöcken die Kraft durch zu viel Behang geraubt (Fleischtomaten). Oder eine große Anzahl an kleinwüchsigen und schnell reifenden Fruchtrispen weggeschnitten (Cocktailtomaten).

Grundsätzlich kann man sich an folgenden Pflegehinweisen orientieren:

Fleischtomaten

Fleischtomaten produzieren prächtige, schwere Früchte. Hier sollten die Pflanzen konsequent eintriebig gehalten werden, damit die Kraft in die Früchte gehen kann. Es ist auch unbedingt notwendig, den Trieb gut festzubinden und auf das Gewicht der Tomatenrispen zu achten. Eventuell müssen diese auch gestützt werden.

Normalgroße Salattomaten

Rundtomaten und mittelgroße Tomaten können eintriebig, wenn es der Platz zulässt auch mehrtriebig gezogen werden. Bei mehrtriebigen Anbau lässt man ein oder zwei weitere, bodennahe Seitentriebe hochwachsen. Diese werden jedoch wie der Haupttrieb selbst behandelt. Soll heißen, die Seitentriebe werden hochgebunden und dort herauswachsende Geiztriebe konsequent entfernt.

Kleinfruchtige Tomaten

Cocktailtomaten, Minifleischtomaten und Wildtomaten müssen im Grunde gar nicht ausgegeizt werden. Verzichtet man auf das Ausgeizen, erhöht sich der Ertrag der schnell reifenden, kleinen Früchte. Allerdings können die Cocktailtomaten in kurzer Zeit alles zuwuchern. Dann darf man durchaus etwas Ordnung in das Chaos bringen. Ein mehrtriebiger Anbau wie oben beschrieben ist ebenso möglich.

Topftomaten erreichen meist nur Höhen von 30, 40 cm und sollten nicht ausgegeizt werden. Eigentlich stützen sich Topftomaten selbst. Häufig aber ist der Fruchtbehang so schwer, dass die Triebe das Gewicht alleine nicht tragen können. Dann sollten die Triebe festgebunden werden.

Buschtomaten

Buschtomaten bleiben relativ niedrig und verzweigen sich von Beginn an. Die Sorten sollten nicht ausgegeizt werden, da dies den Ertrag enorm schmälern würde. Buschtomaten sollte man deutlich mehr Platz in der Breite gönnen, gut festbinden und weitestgehend wachsen lassen. Natürlich darf auch hier regulierend eingegriffen werden, wenn die Sorten zu besitzergreifend werden.

 

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