Orange Fleshed Purple Smudge

 

Orange Fleshed Purple Smudge, ein außergewöhnlicher Name für eine außergewöhnliche Tomate.

Violette und blaue Tomaten liegen im Trend. Nicht nur bei den Anbauern und Konsumenten, sondern auch bei den Züchtern. Sehr beliebte Elternteile für neue Antho-Sorten sind die von der Oregon State University konventionell entwickelten Züchtungen OSU Blue und Indigo Rose, die durch die Einkreuzung mindestens zweier Wildtomaten (Lycopersicon Cheesmanii sowie Lycopersicon Chilense) entstanden sind.

Anders jedoch bei der Orange Fleshed Purple Smudge. Wie so oft weiß man nichts Genaues, aber diese Tomatensorte, deren Markenzeichen eine ausgeprägte violette Einfärbung im oberen Drittel ist, gab es bereits vor den Züchtungserfolgen an der Oregon State University.

Es liegt die Vermutung nahe, dass die Orange Fleshed Purple Smudge ebenfalls durch die Einkreuzung einer Wildtomate entstanden ist.

Über die eigentliche Geschichte dieser Tomatensorte ist relativ wenig in Erfahrung zu bringen. Im Jahre 1963 wurde von der Texas University Saatgut der Tomaten an die Samenbank des staatlichen Landwirtschaftsministeriums der USA (USDA) gegeben.

1984 schließlich erschien die Sorte im Jahrbuch der amerikanischen Saatgutinitiative Seed Savers Exchange (SSE) und wurde so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wir bauten 2016 erstmals eine Pflanze der Sorte Orange Fleshed Purple Smudge in unserem Garten an. Die Tomate wurde nicht sonderlich hoch und entwickelte zeitig Geiztriebe, sodass wir die Pflanze mehrtriebig gezogen hatten.

Orange Fleshed Purple Smudge beglückte mit erstaunlich orangefarbenen Blüten und sehr ansprechenden, teils flachrunden, meist aber runden und leicht gerippten Früchten. Diese hatten ein Gewicht zwischen 110 und 200 Gramm.

Die Sorte wird teilweise als Rundtomate eingestuft. Unsere Tomaten wiesen jedoch allesamt mehr als vier Kammern auf und wären somit kleinere Fleischtomaten.

Orange Fleshed Purple Smudge wird als sehr wohlschmeckend beschrieben. Unsere Vorstellungen wurden leider nicht erfüllt.

Die erste Frucht schmeckte schon sehr mehlig. Die anderen Tomaten ernteten wir früher. Mehlig waren sie demzufolge nicht mehr, aber ein ausgeprägtes, tomatiges Aroma hatten auch diese Früchte nicht entwickelt. So verwendeten wir die Tomaten als Basis für leckere Soßen.

Aber wir werden die Sorte nochmals direkt ins Freiland pflanzen. Bei intensiver Sonneneinstrahlung entwickelt sich die violette Einfärbung besonders gut. Und bekanntlich profitieren sämtliche Antho-Tomaten auch geschmacklich von der direkten Sonne.

Hier geht es zu unserer Fotogalerie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.